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Wucan

Wucan ist eine deutsche Rockband aus Dresden, die ihren Stil selbst gern als Heavy Flute Rock beschreibt. Taucht man in das künstlerische Schaffen des Quartetts ein, wird schnell verständlich, warum gängige Genre-Bezeichnungen hier an ihre Grenzen stoßen. Facettenreich. Verspielt überzeugen die Dresdner seit ihrem ersten Album „Sow the Wind“ (2015) mit psychedelischen Riffs, progressiven Strukturen sowie folkigen Elementen. Sie scheuen dabei weder den sanften Zwischenton noch die härtere Gangart.

Mit jeder Veröffentlichung erfindet sich die Band um Sängerin und Multiinstrumentalistin Francis Tobolsky neu, ohne ihren Wiedererkennungswert verlieren. Ihr Repertoire reicht von knackigen Proto-Metal-Nummern bis hin zu epischen Kunstwerken von 15 Minuten Länge wie dem „Wandersmann“ vom Debütalbum oder „Aging 10 Years in 2 Seconds“ vom Doppel-Album „Reap The Storm“ (2017).

Während die Corona-Pandemie die Musiklandschaft in der ganzen Welt in einen Zwangswinterschlaf versetzte, nutzten Wucan die Zeit für Kreativität im heimischen Proberaum. Im Frühjahr 2022 erschien das drittes Studioalbum „Heretic Tongues“, um abermals ein neues Gesicht dieser vielfältigen Band zu präsentieren.

Wucan hat von Anfang an ein Konzept verfolgt, das die losen Enden des Hardrocks da zuknüpft, wo andere sie fallen ließen. Was jedoch Wucan von Epigonen unterscheidet, ist der Zeitbezug. „Heretic tongues“ ist ein Album, das vom Diesseits spricht – nicht von Drachentötern. So möchten die neuen Songs auch textlich wahrgenommen werden. Nicht ohne Grund wird das Publikum auf Deutsch adressiert, wenn es etwa um Zorn auf „Fette Deutsche“ geht. Weil es um Haltung geht. Weil es um Message geht.

Francis Tobolsky zeigt sich einmal mehr als charismatische Sängerin, die eine kraftvolle und glaubwürdige Gesangsperformance abliefert. Ihre Gesangsparts sind oft vielspurig, die Arrangements subtil durchkomponiert. Sie beweist auf der Höhe ihres Könnens, dass sie zu einer der besten Rocksängerinnen in Deutschland avanciert ist.

Die Band experimentiert nicht nur mit Synthesizer und Theremin, sondern auch mit komplexen Klangteppichen. Dabei überrascht sie immer wieder mit gekonnten musikalischen Stilbrüchen von Metal bis Disko, ohne dabei das ursprüngliche Hardrock-Konzept zu verwässern. Die Querflöte, die schon oft als Distinktionsmerkmal herhalten musste, reiht sich nun in die Vielzahl von Instrumenten ein und erscheint dort, wo sie Sinn macht, ohne zu dominieren.

 


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